Wie viel verdienen Immobilienmakler?

Der Immobilienmakler arbeitet auf Erfolgsbasis. Nach Vertragsabschluss erhält er seine Courtage im drei-, vier- oder auch fünfstelligen Eurobereich. Als selbstständiger Gewerbetreibender muss er Mehrwertsteuer berechnen und Umsatzsteuer abführen. Betriebsbedingte Ausgaben reduzieren sein zu versteuerndes Einkommen.

Wer sich für die Tätigkeit als Immobilienmakler entscheidet, der macht häufig sein Hobby und seine Neigung zum Beruf. Der Immobilienmakler weiß, dass er als Selbständiger keinen „Nine to five Job“ hat, sondern auch abends sowie am Wochenende gefragt ist. Im Gegenzuge hat er die Vorteile und Freiheiten des Selbstständigen, sich seine Zeit selbst einteilen, und Termine weitgehend mitbestimmen zu können. Wenn dann noch der Verdienst stimmt, dann handelt es sich um den genau passenden Beruf.

Immobilienmakler sind von Haus mit einem angemeldeten Gewerbe selbstständig. Eine andere Berufsform ist die des angestellten Maklers bei einem Kreditinstitut oder bei einem größeren Maklerbüro als Personen- oder Kapitalgesellschaft. In diesem Falle erhält er ein monatliches Fixum, und darüber hinaus eine reduzierte, vertraglich vereinbarte Vermittlungsprovision. Ansonsten ist sein Verdienst die Courtage. Sie beträgt für ein Immobiliengeschäft bis zu sieben Prozent des Kaufpreises, zuzuüglich der 19%igen gesetzlichen Mehrwertsteuer. Der Prozentsatz wird zwischen dem Makler und seinem Auftraggeber individuell vereinbart. Für Vermietungen beträgt die Courtage bis zu zwei monatliche Kaltmieten, hier zuzüglich der gesetzlichen Mehrwertsteuer. Seit dem Bestellerprinzip sind diese in der Regel vom Vermieter zu bezahlen. Das sind die Rahmenbedingungen zum Verdienen, das ganz entscheidend von der Zahl der vermakelten Objekte beeinflusst wird.

Der professionell arbeitende Immobilienmakler ist Mitglied in einem Berufsverband wie beispielsweise dem IVD, dem Immobilienverband Deutschland als Bundesverband der Immobilienberater, Makler, Verwalter und Sachverständigen mit Sitz in Berlin. Wenn vom Verdienst des Immobilienmaklers gesprochen wird, dann sind damit die Betriebseinnahmen aus Courtage gemeint, die auf dem Firmenkonto netto, also ohne die Mehrwertsteuer gerechnet werden. Diese Einnahmen verringern sich um die steuerabzugsfähigen, die betriebsbedingten Ausgaben. Der Saldo daraus ist das zu versteuernde Einkommen, das sogenannte Einkommen vor Steuern. Der unselbstständige Immobilienmakler verursacht nahezu keine betriebsbedingten Ausgaben, ganz im Gegensatz zu einem Selbstständigen. Dessen geschäftlicher Erfolg steht und fällt mit der Art sowie der Zahl an vermakelten Objekten.

Im Gegensatz zu unselbstständigen Arbeitern, Angestellten und Beamten mit einem Monatsverdienst rechnet der Immobilienmakler eher mit seinem Jahresverdienst. Die Verhandlungen erstrecken sich oftmals über mehrere Monate hinweg, ohne dass sich daraus laufende Einnahmen ergeben. Erfahrungsgemäß kann der Berufsanfänger mit jährlichen Einnahmen aus Courtage von 30.000 bis 45.000 Euro rechnen, also zwischen 2.500 und etwa 4.000 Euro monatlich. Dieser statistische Erfahrungswert wird selten unter-, jedoch nach einer Anfangszeit von einigen Jahren oftmals deutlich überschritten. Das Jahreseinkommen schwankt dauerhaft, stabilisiert sich jedoch im Laufe der Zeit auf einem unteren Einkommensniveau von etwa 50.000 bis 60.000 Euro Nettocourtage, also ohne die abzuführende Mehrwertsteuer. Dafür muss der Immobilienmakler buchstäblich viel tun. Sämtliche Ausgaben, die ihm direkt und mittelbar durch seine Berufsausübung entstehen, verringern das zu versteuernde Einkommen. Die jährliche Verdiensthöhe ist bundesweit recht unterschiedlich. Das liegt sowohl am Immobilienwert als auch an dem individuell zu vereinbarenden Prozentsatz der Courtage.

Langfristig, sprich über ein, zwei Jahrzehnte gesehen, können die Verdienstaussichten eines Immobilienmaklers ausgesprochen positiv gesehen werden. Für ihn gilt die Redensart “Ohne Fleiß kein Preis”; oder umgekehrt gesagt: Viel Fleiß, viel Preis.

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