Wie wird man Hausverwalter?

Sie sind auf der Suche nach einem spannenden Beruf und interessieren sich außerdem für die Immobilienbranche? Dann werden Sie doch Hausverwalter! Denn kaum ein Beruf ist abwechslungsreicher als dieser, auch wenn es auf den ersten Blick nicht so aussieht. Und das Tolle ist: Nicht einmal eine lange Ausbildung oder ein entsprechendes Studium müssen Sie absolviert haben. Aber was macht ein Hausverwalter eigentlich genau und wie können Sie letztendlich zu einem werden?

Tätigkeiten des Hausverwalters

Eigentlich verrät es schon der Name – der Hausverwalter verwaltet ein Haus. Dabei handelt es sich aber in der Regel nicht um Einfamilienhäuser, sondern vielmehr um große Wohnhäuser, Wohnanlagen oder Gewerbegebäude. Konkret erledigt er im Büro dann alles, was täglich an Aufgaben rund um die Organisation des Hauses anfällt. Dazu gehören zum Beispiel die Einnahme des Mietzinses, die Abrechnung von Kosten, die Überwachung der Strom- und Wasserversorgung, die Abmahnung von Mietrückständen, die Anordnung von Modernisierungsmaßnahmen und viele andere Dinge. Hausmeistertätigkeiten dagegen übernimmt er in aller Regel nicht.

Wie werden Sie zum Hausverwalter?

In der Theorie können Sie in Deutschland kinderleicht zum Hausverwalter werden. Denn für dieses Berufsbild wird keine Qualifikation vorgeschrieben. Möglich ist diese aber trotzdem. So gibt es Studiengänge oder verschiedene Ausbildungen, in denen man die Tätigkeiten eines Hausverwalters erlernt.

Hausverwalter werden durch Ausbildung oder Studium

Dazu gehört zum Beispiel die Berufsausbildung zum Immobilienkaufmann bzw. zur Immobilienkauffrau und Studiengänge mit dem Schwerpunkt Immobilienwirtschaft oder Immobilienmanagement. In den 1990er-Jahren und früher machten Hausverwalter üblicherweise eine Ausbildung zum Kaufmann bzw. zur Kauffrau der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft. Danach wurden Verwaltung und Vermittlung von Immobilien, was in dieser Ausbildung ebenfalls steckte, voneinander getrennt.

Hausverwalter als Selbstständiger

Da für den Beruf keine entsprechende Qualifikation erforderlich ist, können Sie auch einfach Hausverwalter werden, indem Sie sich selbstständig machen. Dazu müssen Sie einfach nur zum jeweiligen Gewerbeamt gehen, das Gewerbe anmelden und die Gewerbegebühr bezahlen. Mehr ist theoretisch nicht nötig, um Immobilien beruflich zu verwalten.

Probleme des selbstständigen Hausverwalters

Ganz so einfach ist das in der Regel dann aber doch nicht. Denn bevor Sie als Ungelernter effektiv in der Hausverwaltung arbeiten können, müssen Sie sich mit einer ganzen Reihe von Problemen auskennen. Beispielsweise müssen Sie sich mit der neusten Rechtsprechung auskennen, die sich im Mietrecht oftmals ändert. Außerdem müssen Sie wissen, wie Sie sich mit Ansprüchen und Forderungen auseinandersetzen können, wie richtig kalkuliert wird, Mietverhältnisse begonnen oder beendet werden und die ganze Sache mit dem Marketing funktioniert – wie also neue Kunden oder Mieter gewonnen werden können.

Lösung: Ein Seminar für angehende Hausverwalter

Allerdings können Sie diese Probleme umgehen, indem Sie an einem Lehrgang teilnehmen. Diese dauern teilweise weniger als eine Woche und können Sie im Hinblick auf ihre späteren Tätigkeiten zumindest größtenteils vorbereiten. Diese Lehrgänge werden beispielsweise von Berufsverbänden, Kammern oder Akademien angeboten. Teilweise wird nach diesen Lehrgängen auch der Abschluss „Geprüfter Hausverwalter“ bzw. „Geprüfte Hausverwalterin“ verliehen. Bevor Sie sich für einen angebotenen Lehrgang bzw. ein entsprechendes Seminar entscheiden, sollten Sie darauf achten, dass der Lehrplan auch diese Punkte vorsieht, die wirklich wichtig für Sie sind. Außerdem sollte der Leiter des Kurses selbst noch in diesem Beruf arbeiten. Denn nur dann kann gewährleistet werden, dass sich dieser noch auf dem neusten Stand der Dinge befindet und sich noch mit dem heutigen Geschäft auskennt.

Fazit

Der Beruf des Hausverwalters ist zwar anspruchsvoll, aber außerordentlich vielfältig mit immer neu auftretenden Herausforderungen. Idealerweise absolvieren Sie eine Ausbildung zum Immobilienkaufmann oder ein Studium mit einem entsprechenden Schwerpunkt. Dann haben Sie gute Chancen, von einer Firma für Immobilienverwaltungen angestellt zu werden. Aber auch ohne Ausbildung oder Studium können Sie zum Hausverwalter werden. Dazu müssen Sie einfach nur ihr eigenes Gewerbe anmelden. Empfehlenswert ist es in diesem Fall, zumindest ein qualifizierendes Seminar zu besuchen. Denn dieses schult nicht nur ihr eigenes Problembewusstsein, sondern erweckt zudem noch einen guten Eindruck bei ihren Kunden. Dann steht ihrer Tätigkeit als Hausverwalter nichts mehr im Wege.

Weitere Infos finden Sie auch bei den Berufsverbänden für Hausverwalter BVI und DDIV.

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